#KodexWende

#FutureGoodGovernance

Turbulente Hauptversammlungen, die neue Aktionärsrechterichtlinie und die Kodex-Reform – mehr Corporate Governance war selten. Ein Ausblick.

Corporate Governance

Die HV-Saison nimmt Fahrt auf, und nach Ostern wird es dann richtig spannend: Bayer steht am 26. April eine besonders turbulente Hauptversammlung bevor, und dann folgen mit hoher Schlagzahl weitere spannende Aktionärstreffen – zum Beispiel bei RWE, Bilfinger, Volkswagen, BMW, Daimler und der Deutschen Bank.

Zugleich schreiten zwei Reformen voran: Die neue Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) muss bis zum 10. Juni in deutsches Recht umgesetzt werden, und der neue Deutsche Corporate Governance Kodex geht ebenfalls auf die Zielgerade.

Über Twitter hat der Kommissionsvorsitzende Rolf Nonnenmacher Ende letzter Woche wissen lassen: „Für den Fall, dass die Diskussionen über ARUG II noch länger dauern, erwägt die Kommission, etwa im Mai 2019 einen finalen Entwurf des neuen Kodex zu veröffentlichen.“

#KodexWende: Wir sind bereit

Ob Interessierte nochmal Gelegenheit zur Stellungnahme bekommen, ließ er leider offen. Ich befürchte deshalb weiterhin, dass die Kommission lediglich mit überschaubaren Änderungen auf die geballte Kritik am Entwurf reagiert – und nicht mit dem großen Wurf.

Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Ich bin jedenfalls gespannt auf die neue Version, und ich kann Ihnen versprechen: Wir von der Vereinigung der Aufsichtsräte in Deutschland (VARD) werden sie genau analysieren. Und wir sind bereit, unsere Initiative #KodexWende weiter entschlossen voranzutreiben.

Vorher wollen wir aber nochmal Luft holen und Kraft tanken: Wir verabschieden uns deshalb für zwei Wochen in die Osterferien. Die nächsten GermanBoardNews erscheinen am 3. Mai. Bis dahin wünsche ich Ihnen erholsame Ostertage.

Ergänzungen, Anmerkungen, Widerspruch? Ich freue mich auf Ihr Feedback: dehnen@vard.de

Editorial von Peter H. Dehnen -> Zur Person.